Mittwoch, 14. Januar 2015

Am Donnerstag den 08.01.2015 herrschte Daueregen.

Am Donnerstag bekam Duisburg Dauerregen mit ganze 35 Liter auf den Quadratmeter! Flüsse, Bäche und Seen konnten die Menge kaum noch aufnehmen. Mein Wetterreporter Joachim Frey schnappte sich die Kamera und lieferte uns (nasse) Bilder. Sie sehen  Bilder rund um die Sechsseenplatte.
Copyright Joachim Frey

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Freitag, 9. Januar 2015

Achtung! Sturmserie bis zum Wochenende


Wie bereits am gestrigen Mittwoch im "Thema des Tages" beschrieben,
sorgt eine stramme Westströmung und in ihr eingebettete Tiefausläufer
bis einschließlich Samstag für nasses, mildes, vor allem aber auch
sehr stürmisches Wetter. Aber wie stürmisch wird es denn jetzt genau?

Die sich nun einstellende Westwindwetterlage ist prädestiniert für
ein verbreitet hohes Sturmpotenzial über Europa. Tiefdruckgebiete
nisten sich dabei über dem Nordatlantik und Nordeuropa ein, während
sich ein Hochdruckgebiet von den Azoren her über weite Teile des
Mittelmeerraumes erstreckt. Dazwischen stellt sich eine Westströmung
ein. Je größer das Luftdruckgefälle zwischen dem im Mittel
vorherrschenden Tief im Norden und dem Hoch im Süden, desto größer
ist das Sturmpotenzial.

Entscheidend dafür, ob es zu einem verbreiteten gefährlichen Sturm
kommt oder nicht, ist allerdings nicht unbedingt der im Mittel
vorherrschende Luftdruck in den jeweiligen Regionen bzw. die
dazwischen vorherrschende Luftdruckdifferenz. Vielmehr sind es die
mitunter in die Westströmung mitgeführten Randtiefs, die an ihren
Südflanken nochmals eine kurzzeitige Verschärfung des
Luftdruckgradienten herbeiführen. Diese Randtiefs sind im Gegensatz
zu den großen, steuernden und eher "trägen" Zentraltiefs
kleinräumigere und sich sehr schnell verlagernde Luftdruckgebilde. Da
sich diese Randtiefs oft schwierig vorhersagen lassen und sie
durchaus von entscheidender Bedeutung sein können, schenken wir
Meteorologen ihnen besondere Aufmerksamkeit.

Bereits am heutigen Donnerstag verschärft sich der Luftdruckgradient
an der Südflanke eines Zentraltiefs namens "Christian", das sich mit
seinem Kern zwischen Grönland und Island befindet. Am markantesten
ist die Windentwicklung in der Mitte und im Süden Deutschlands, wo am
Abend und in der Nacht zum Freitag stürmische Böen (Windstärke 8) bis
ins Flachland auftreten können. In exponierten Lagen der
Mittelgebirge sind orkanartige Böen (Windstärke 11) nicht
auszuschließen.

Höhepunkt 1:
Zum Freitagmorgen schwächt sich der Südwestwind zumindest in der
Mitte und im Süden vorübergehend ab, um im weiteren Verlauf allgemein
wieder deutlich zuzunehmen. Ursache dafür ist Randtief "Elon", das
sich vom Nordatlantik her über Schottland nach Skandinavien verlagert
und an seiner Südflanke den Luftdruckgradienten verschärft. Es sind
dann verbreitet starke bis stürmische Böen (Windstärke 7 bis 8) zu
erwarten, in Norddeutschland Sturmböen (Windstärke 9). Böen bis
Stärke 11 (orkanartige Böen) treten auf den Inseln sowie in
exponierten Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen auf.

Höhepunkt 2:
Nach kurzfristiger Entspannung schwingen sich die
Windgeschwindigkeiten im Verlaufe des Samstages zum finalen Höhepunkt
auf. Ein sich noch weitaus intensiver entwickelndes Randtief "Felix"
macht sich vom Nordatlantik her kommend auf dem Weg zur
südnorwegischen Küste. Nach derzeitigem Stand erreicht das Tief einen
minimalen Luftdruck von 945 bis 950 hPa. Es verwundert daher nicht,
dass überall mit warnrelevanten Böen zwischen Windstärke 8 und 9
gerechnet werden muss. Auf den Bergen und an den Küsten weht Sturm
der Stärke 11 bis 12 (Orkan). Mit Durchzug der Kaltfront von "Felix"
am Nachmittag greifen die hohen Windgeschwindigkeiten auch weiter bis
ins Norddeutsche Tiefland über. Besonders bei Schauern und Gewittern
treten dort dann vorübergehend schwere Sturmböen (Windstärke 10) und
einzelne orkanartige Böen (Windstärke 11) auf.

Zum Sonntag flaut der Wind allmählich etwas ab. Die Westwetterlage
und damit auch ein latentes Potenzial für weitere Stürme bleiben aber
bis auf Weiteres erhalten.

Dipl.-Met. Adrian Leyser
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 08.01.2015
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Dienstag, 6. Januar 2015

Ab Donnerstag drohen stürmische Zeiten

Ab Donnerstag wird sich die Wetterlage komplett umstellen.  Es kann zu Sturm und Orkanböen kommen. Der richtige Verlauf ist noch unbekannt. An der Küste, bis in den tiefen Lagen, drohen orkanartige Böen. Ich halte sie auf den laufenden. Die Temperaturen erreichen am Wochenende im Pott bis zu 13 Grad!
Copyright Norbert Michels http://wetter.cool



Montag, 29. Dezember 2014

ACHTUNG! SCHNEE/GLÄTTE/FROST: Es herrschen allgemein winterliche Straßenverhältnisse.

Vorübergehend gelangt NRW in den schwachen Zwischenhocheinfluss, bevor in der Nacht erneut eine schwach ausgeprägte Warmfront aufzieht.SCHNEE/GLÄTTE/FROST: Es herrschen allgemein winterliche Straßenverhältnisse. Dabei muss vor allem im höheren Bergland bei leichtem Dauerfrost auf Straßen und Wegen mit Glätte gerechnet werden. In der Nordwesthälfte ist die Glättegefahr bei leicht positiven Temperaturen tagsüber geringer. Im Laufe des Nachmittags muss aber auch dort bei zurückgehenden Temperaturen erneut mit Glätte gerechnet werden. Vor allem in den Staulagen des Berglands können bis zum Abend um 2 cm Neuschnee fallen.In der Nacht zum Dienstag zieht von Norden erneut ein Niederschlagsgebiet auf. Dabei fallen vor allem in Westfalen 1 bis 3 cm, in Staulagen des Weserberglands um 5 cm Neuschnee. Nachfolgend geht der Niederschlag in Regen über, örtlich ist dabei auch Glatteisbildung möglich. WIND/SCHNEEVERWEHUNGEN: Heute Vormittag lebt der Wind im Bergland teils stark böig auf. Dann werden einzelne Windböen zwischen 50 und 60 km/h (Bft 7) aus West bis Nordwest erwartet. Es muss mit Schneeverwehungen gerechnet werden.
Letzte Aktualisierung: 29.12.2014, 13.34 Uhr
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Bildmaterial(c)Norbert Michels

Freitag, 12. Dezember 2014

Heute gelangt Nordrhein-Westfalen zunehmend in den Einflussbereich eines Sturmtiefs Freitag, den 12.12.2014

Heute gelangt Nordrhein-Westfalen zunehmend in den Einflussbereich eines Sturmtiefs, das sich von Irland über den Ärmelkanal in Richtung Nordsee verlagert.(SCHWERER) STURM/ORKANARTIGE BÖEN: Heute treten im Flachland verbreitet STURMBÖEN (75 bis 85 km/h (Bft 8-9)) auf; im Westen sowie in Hochlagen sind auch SCHWERE STURMBÖEN (90 bis 100 km/h (Bft 10)) möglich. Vereinzelt sind auf freien Berggipfeln orkanartige Böen bei 110 km/h (Bft.11) nicht ausgeschlossen. DAUERREGEN: Durch länger anhaltenden Regen kann sich von Freitagvormittag bis in die Frühstunden des Samstag vor allem in den Weststaulagen von Eifel, Bergischem Land und Siegerland eine Dauerregensituation mit Niederschlagsmengen zwischen 30 und 40 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden einstellen. 
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Die stürmische BILLIE

Es wurde ja bereits seit Tagen angekündigt und erwartet, dass der
heutige Freitag besonders in der Mitte und im Norden Deutschlands ein
teils stürmischer Tag werden würde. Und auch wenn es für die Bewohner
Norddeutschlands jetzt kein außergewöhnlich starker Sturm sein wird,
so sorgten die vergangenen sehr ruhigen Wochen dafür, dass sich
dieser Wetterwechsel deutlich bei jedermann bemerkbar machen wird.
Wie so oft stellt man sich nun die Frage, welches "Wetterungetüm"
genau für diesen windigen Wetterabschnitt verantwortlich gemacht
werden kann.

Um die Ursachen verstehen zu können, muss man seinen Blick nach
Westen richten, dorthin wo für uns über das Jahr gesehen in den
meisten Fällen das abwechslungsreiche Wetter seinen Ursprung hat. In
den vergangenen Themen des Tages (9. und 10.12.), aber auch in den
entsprechenden synoptischen Übersichten wurde von einem kräftigen
Tiefdruckgebiet namens ALEXANDRA berichtet. Dieses Tiefdruckgebiet
bildete sich am 8.12. südlich von Grönland und zog im Verlauf des
9.12. unter beachtlicher Verstärkung über Island in das südliche
Gebiet des Europäischen Nordmeeres. Auch wenn man auf Island
sicherlich einiges an Wind gewohnt ist, so waren Böen um oder teils
deutlich über 150 km/h in einigen Bereichen der Insel auch dort
sicherlich nichts Alltägliches. Durch die Orographie angefacht konnte
die Windgeschwindigkeit lokal extreme Werte erreichen, wie einige
Stationen im Nordwesten der Insel im Verlauf des Nachmittags zeigten
(Botn i Sugandafirdi (270 m) über N.N. mit über 220 km/h oder
Gemlufallsheidi (250 m über N.N.) mit 205 km/h). Dieser mächtige
Orkan sorgte nun rückseitig für einen markanten Ausbruch polarer
Luftmassen von Grönland, wobei eisige Luftmassen mit Werten von
deutlich unter - 10 Grad Celsius über den Nordatlantik südwärts
geführt wurden. Hiermit wurde nun der Grundstock für unseren windigen
Tag gelegt.

Wieso das? Tiefdruckgebiete benötigen Bereiche mit
Temperaturgegensätzen. Je ausgeprägter diese sind, umso stärker kann
die mögliche Tiefdruckentwicklung ausfallen. In diesem Fall sorgte
das Azorenhoch dafür, dass warme und feuchte Luftmassen über dem
nördlichen Atlantik nach Norden geführt wurden, die auf die südwärts
stoßenden kalten Luftmassen trafen. Es konnte sich eine ausgeprägte
Luftmassengrenze ausbilden, die von Neufundland quer über den
Nordatlantik bis zur Biskaya reichte. Jetzt wurde nur noch eine
Störung entlang dieser Luftmassengrenze benötigt, die dafür sorgt,
dass sich diese gegensätzlichen Luftmassen vermischen, also die warme
Luft nach Norden geführt wird, während die kalte Luftmasse rückseitig
nach Süden gelenkt wird.
In der Nacht zum Donnerstag (10. auf den 11. Dezember) war dies rund
1000 km östlich von Neufundland der Fall, wo eine schwache Verformung
der Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks) in den Modellkarten
ausgemacht werden konnte. Diese Störung konnte nun als eine "Welle"
bezeichnet werden und als sie ein eigenständiges Tiefdruckzentrum mit
abgeschlossenen Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks) entwickelte,
erreichte sie das Stadium eines Randtiefs. BILLIE war über dem
nördlichen Atlantik geboren.
Die Bereiche mit entsprechend markanten und hochreichenden
Temperaturgegensätzen (in der Meteorologie als Frontalzone bekannt)
beherbergen auch sehr hohe Windgeschwindigkeiten in großen Höhen.
Dies war auch bei BILLIE der Fall, bliesen doch die Winde in 8 bis 9
km Höhe mit über 250 km/h von West nach Ost. Kein Wunder, dass sich
das Randtief entsprechend rasch nach Osten verlagerte.

Im Verlauf der vergangenen Nacht überquerte BILLIE Irland und
Großbritannien rasch von West nach Ost und sorgte besonders entlang
des Ärmelkanals und dem Norden Frankreichs für teils schwere
Sturmböen um 100 km/h (Bft 10). Ausgangs der Nacht zum heutigen
Freitag erreichte BILLIE dann die Nordsee und wird im heutigen
Tagesverlauf zügig weiter nach Nordosten ziehen.
Dabei wird im Flachland von Norddeutschland und der Mitte ein stark
auffrischender Südwestwind erwartet, wobei auch wiederholt mit
Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) gerechnet werden muss. Besonders
entlang der Küstengebiete, aber auch im oberen Bergland werden
schwere Sturmböen, teils auch orkanartige Böen bis 110 km/h (Bft 11)
erwartet. Auf dem Brocken treten teils extreme Orkanböen von über
140 km/h (Bft 12) auf.

Es muss gesagt werden, dass dieses Ereignis jedoch noch relativ
glimpflich verläuft. Um diese Aussage verstehen zu können, muss man
sich kurz vor Augen führen, was die Stärke eines Sturmwirbels
ausmacht. Es ist nicht nur die Tiefe des Kerndrucks (also der
Luftdruck im Tiefzentrum) sondern die Ausprägung des
Luftdruckgradienten, der die Stärke des Windes bestimmt (wobei
natürlich beides Hand in Hand geht, denn je tiefer der Kerndruck,
umso wahrscheinlicher ist auch ein entsprechend kräftiger
Druckgradient vorhanden). Steht dem Tiefdruckgebiet ein kräftiges
Hochdruckgebiet gegenüber, baut sich ein entsprechend starker
Luftdruckgradient auf, der für die starken Winde sorgt. In unserem
Fall stand BILLIE jedoch nur eine relativ schwache Hochdruckbrücke
gegenüber, die sich vom westlichen Mittelmeer über Italien bis zum
Schwarzen Meer erstreckte. Zudem sorgt das sich rasch abschwächende
Azorenhoch dafür, dass auch rückseitig von BILLIE der
Luftdruckgradient rasch aufgefächert wurde. Es gibt somit also
mehrere Gründe, wieso der Luftdruckgradient nicht so intensiv
ausfiel, wie er hätte ausfallen können.
Dies wird jedoch die Menschen in weiten Teilen Deutschlands heute
wenig interessieren, wenn sie sich dem windigen, teils auch
stürmischen Wetter aussetzen müssen. Es bleibt nur zu hoffen, dass
sich die Schäden durch BILLIE in Grenzen halten werden.

Dipl.-Met. Helge Tuschy
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 12.12.2014
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Hagel und Gewitter über Duisburg- Donnerstag, den 11.12.2014

Das erwarte uns heute:

Vorhersage für Nordrhein-Westfalen für heute

In Böen starker bis stürmischer Wind, in exponierten Lagen und kräftigeren Schauern Sturmböen. Einzelne Gewitter, oberhalb 600 m Schnee.
Heute ist es meist stark bewölkt und es kommt zu Regen-, in den Hochlagen des Rothaargebirges und Sauerlandes zu Schnee- oder Schneeregenschauern. Örtlich sind auch kurze Graupelgewitter möglich. Bei wiederholt auftretenden Schneeschauern im Bergland kann sich in Lagen oberhalb von 600 m eine dünne Schneedecke ausbilden. Die Temperatur steigt von der Kölner Bucht bis in den Aachener Raum auf 8 Grad, sonst auf 5 bis 7, im Bergland auf 1 bis 4 Grad. Der Wind weht mäßig bis frisch aus Südwest. Dabei treten starke bis stürmische Böen, in exponierten Lagen sowie kräftigeren Schauern auch einzelne Sturmböen auf. In Gewitternähe und Gipfellagen sind zudem schwere Sturmböen möglich. In der Nacht zum Freitag bleibt es stark bewölkt und es kann zeitweise etwas Regen oder Schneeregen geben. Bei weiterhin mäßigem bis frischem Wind und starken bis stürmischen Böen aus Südwest geht die Temperatur auf 5 bis 3, im höheren Bergland auf 2 bis null Grad zurück.
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Aktuelles Tagesbild/ Copyright Norbert Michels http://wetter.cool


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Allgemein Glättegefahr, gelegentlich noch Schneefall oder gefrierender Sprühregen.

Heute Nachmittag und Abend ist es vielfach stark bewölkt, in höheren Lagen teils neblig-trüb. Gelegentlich fällt noch etwas Schnee oder Schneegriesel, vereinzelt auch gefrierender Sprühregen. Dabei muss streckenweise mit Glätte gerechnet werden. Die Temperatur liegt zwischen +2 und minus 1 Grad in den Niederungen und bei Werten um minus 3 Grad im Bergland. Der Wind weht schwach aus Nordost. In der Nacht zum Donnerstag bleibt es überwiegend stark bewölkt. In Ostwestfalen und im Münsterland kann gelegentlich noch etwas Schnee oder Schneegriesel bzw. gefrierender Sprühregen fallen, sonst bleibt es trocken. Bei verbreitet leichtem Frost zwischen null und minus 5 Grad ist weiterhin streckenweise mit Glätte zu rechnen.
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