Sonntag, 16. November 2014

Ungewöhnlich warm! Der Winter ist noch weit entfernt

Deutschlandwetter im Oktober 2014 Ungewöhnlich warm und außerordentlich abwechslungsreich
Offenbach, 30. Oktober 2014 – Der Oktober 2014 wird wohl in Erinnerung bleiben als drittwärmster Oktober seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1881. Betrachtet man die zurückliegenden Monate Januar bis Oktober, so ergibt sich auch hier ein Temperaturüberschuss von rund 2,1 Grad und damit sogar ein neuer Rekord. Der Oktober begann im größten Teil Deutschlands mit Hochdruckeinfluss und Altweibersommerwetter. Anschließend folgte fast überall eine warme südwestliche bis südliche Strömung mit Niederschlägen im Norden und Westen aber auch mit längeren trockenen Phasen im Süden und Osten. In den Flusstälern bildete sich nachts oft Nebel. Das änderte sich zu Beginn der letzten Monatsdekade beim Durchzug des ehemaligen Hurrikans „Gonzalo“. Begleitet von teils schweren Sturmböen, führte das Tief zu einem empfindlichen Temperaturrückgang sowie zu Dauerregen im Süden und ersten Schneefällen im Bergland. Ende des Monats dominierte erneut ruhiges und mildes Hochdruckwetter mit Sonne, aber auch mit Nebel und Hochnebel. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.
Copyright Norbert Michels http://wetter.cool

Dienstag, 21. Oktober 2014

ACHTUNG! Heute werden schwere Orkanartige Böen und Starkregen erwartet

Ein Sturmtief bei Schottland zieht in Richtung Deutsche Bucht und von dort aus weiter in Richtung Südost. Sein Frontensystem zieht heute über Nordrhein-Westfalen hinweg. Rückseitig davon fließt ein Schwall Kaltluft polaren Ursprungs ein. WIND: Dabei muss ab Mittag verbreitet mit STÜRMISCHEN BÖEN und einzelnen STURMBÖEN um 75 km/h (Bft 8 bis 9) gerechnet werden. In exponierten Lagen sind SCHWERE STURMBÖEN um 95 km/h (Bft 10) möglich, ORKANARTIGE BÖEN um 105 km/h (Bft 11) nicht auszuschließen. Die Sturmlage hält dabei bis zum Mittwochabend an. GEWITTER: Zudem können ab Nachmittag örtlich teils kräftige GEWITTER mit SCHWEREN STURMBÖEN, vereinzelt auch ORKANARTIGEN BÖEN sowie Graupel oder kleinkörnigem HAGEL auftreten.STARK-/DAUERREGEN: Durch wiederholt auftretende, teils schauerartig verstärkte Niederschläge können sich von Dienstag- bis Mittwochmittag in West- bis Nordweststaulagen der Mittelgebirge um 30 mm/24h akkumulieren.
Quelle DWD 
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Freitag, 17. Oktober 2014

Übersicht zur Temperaturverteilung, Niederschlag und Sonnenscheindauer in Deutschland im September 2014

Der September 2014 zeigte sich als sehr milder Herbstmonat. Fast deutschlandweit gab es nur wenige Phasen, in denen im Monatsverlauf die täglichen Durchschnittstemperaturen unterschritten wurden. Dabei waren die beobachteten Temperaturanomalien im Norden am höchsten. Die Anzahl der Sonnenstunden blieb aber etwas unter dem Mittelwert. Das Niederschlagssoll wurde an vielen Stationen nicht erreicht. Regional gab es aber auch deutliche Überschreitung der langjährigen Mittelwerte.
Die Mitteltemperatur für Deutschland lag bei 14,9 °C. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert des neuen Vergleichszeitraums 1981-2010 war der Monat damit um +1,4 K zu warm, während er im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 um +1,6 K zu warm war. Damit ordnet sich der September 2014 als 14. wärmster seit 1901 und 16.-wärmsten seit 1881 unter die recht warmen Septembermonate ein. Nachdem die Temperaturen der Septembermonate der letzten zwei Jahre sich um den Mittelwert des Vergleichszeitraums 1981-2010 bewegten, wurde in diesem Jahr die mittlere Temperatur deutlich überschritten. Damit ist es der 7. Monat in diesem Jahr, der auch nach dem neuen Vergleichszeitraum wärmer war als normal (Mai und August waren kälter).

Im Flächenmittel wurde eine monatliche Niederschlagshöhe von 54,5 mm für Deutschland gemessen. Das sind -13.3 mm oder -19.6 % weniger als im Mittel des Zeitraums 1981-2010 und -6.6 mm oder -10.8 % weniger als in der Referenzperiode 1961-1990. Der September 2014 war damit der 46. trockenste September in Deutschland seit 1901 und der 55. trockenste seit 1881. Die Niederschlagssumme im September liegt damit im mittleren Bereich der bisher für den September beobachten Niederschlagssummen. Dabei kam es regional zu starken Unterschieden. Im westlichen Teil der Republik, besonders in Niedersachsen, war es sehr trocken, hingegen im östlichen Teil teilweise recht feucht (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen).

Das Flächenmittel der Sonnenscheindauer lag bei 136,4 Stunden. Das sind 11,7 Std. oder -7,9 % weniger als im Vergleichszeitraum 1981-2010 und -13,0 Std. oder -8,7 % weniger als im Mittel der Jahre 1961-1990. Der Monat ordnet sich als 20. sonnenscheinärmster September seit 1951 in der Monatsrangfolge ein. Damit gehört der Monat zu den eher trüben Monaten. Im Norden wurde das Sonnenscheinsoll erreicht bzw. deutlich überschritten, über dem Rest der Republik war es sonnenscheinarm.

Quelle:DWD
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Freitag, 26. September 2014

ACHTUNG! Jetzt kommen die Nebeltage

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Nebel (Nebelklassifikation)

Nebel besteht aus kondensiertem Wasserdampf in der bodennahen Luftschicht. Die dabei in der Luft schwebenden, gewöhnlich mikroskopisch kleinen Wassertröpfchen verringern die Sichtweite in Bodennähe.

Die Bezeichnung Nebel wird gewöhnlich dann verwendet, wenn die Sichtweite in Bodennähe unter einen Kilometer absinkt, wobei die relative Luftfeuchte nahe der Sättigung (100%) liegt.

Bei größeren Sichtweiten zwischen einem und <8 Kilometern sowie einer relativen Luftfeuchte von 80 % und mehr wird üblicherweise die Bezeichnung feuchter Dunst benutzt. Nebel kann sich bei Abkühlung unter den Taupunkt, bei Zunahme des Wasserdampfes durch Verdunstung und /oder Mischung von feuchtwarmer mit kalter Luft bilden. Auch eine Kombination dieser Prozesse ist möglich. Hieraus lassen sich folgende drei Nebeltypen ableiten, die in weitere Nebelarten unterteilt werden können: 1. Abkühlungsnebel
Diese Nebelart entsteht durch Abkühlung der bodennahen Luftschicht unter den Taupunkt infolge nächtlicher Ausstrahlung des Erdbodens, oder Advektion von feuchtwarmer Luft über kalten Untergrund oder orographischer Hebung. 2. Verdunstungsnebel (Dampfnebel)
Diese Nebelart bildet sich häufig bei Evaporation eines warmen und sehr feuchten Untergrundes. Dabei wird die bodennahe Luftschicht mit Wasserdampf kräftig angereichert. Die damit verbundene Übersättigung führt zur Kondensation.

3. Mischungsnebel
Diese Nebelart entsteht bei gleichzeitiger Abkühlung der Luft und Erhöhung des Wasserdampfgehaltes, vor allem im Bereich von Fronten, wo eine turbulente Durchmischung feuchtwarmer und kalter Luft stattfindet, die mit adiabatischer Abkühlung verbunden ist. Die Erhöhung des Feuchtegehalts der bodennahen Luftschicht erfolgt durch Verdunstung des frontalen Niederschlags.

Nebel gehört zur Gruppe der Hydrometeore. Siehe hierzu auch:









  • Eisnebel
  • Maretta
  • Nebelbogen
  • Nebelfrostablagerungen
  • Nebeltag
  • Nebeltreiben / Nebelschwaden
  • Nebelauflösung 
  • QUELLE:DWD
  •         

    Donnerstag, 18. September 2014

    Amtliche WARNUNG vor STARKEM GEWITTER

    Amtliche WARNUNG vor STARKEM GEWITTER
    für Stadt Duisburg
    gültig von: Donnerstag, 18.09.2014 20:03 Uhr
    bis: Donnerstag, 18.09.2014 23:00 Uhr
    ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
    am: Donnerstag, 18.09.2014 20:03 Uhr
    Wiederholt Gewitter aus Süd bis Südwest. Dabei in kurzer Zeit Starkregen bis 25 l/qm. Durch wiederholtes Auftreten können im genannten Zeitraum bis 35 l/qm Niederschlag fallen. Zudem sind Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) und teils großkörniger Hagel möglich. Die Gewitter ziehen nach Nord bis Nordost.
    ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Örtlich kann es Blitzschlag geben. Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Vereinzelt können beispielsweise Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Während des Platzregens sind kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich.
    DWD / Vorhersagezentrale Offenbach 

    Vorhersage für Nordrhein-Westfalen für heute

    In der Nacht anhaltende Gewitter, örtlich Nebel. Freitag erneut auflebende Gewitter; Starkregen, Hagel - auch unwetterartig möglich
    In der Nacht zum Freitag halten sich gebietsweise Schauer und Gewitter. Dabei ist auch weiterhin Starkregen möglich, örtlich sind auch Unwetter durch Starkregen nicht ganz ausgeschlossen. Dabei ist anfangs eher die Westhälfte, in der zweiten Nachthälfte dann der Osten Westfalens betroffen. Örtlich kann sich dann erneut Nebel bilden. Die Luft kühlt auf 15 bis 11 Grad ab.
    Letzte Aktualisierung: 18.09.2014, 20.34 Uhr
    Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

    Sonntag, 7. September 2014

    Alles zum Thema Dunst

    Bildmaterial Copyright Norbert Michels

      Dunst

    In den letzten Tagen brachte Hoch "Görge" besonders im Norden
    Deutschlands häufig Sonnenschein. Vielerorts wurde es zwar wolkenlos,
    doch so einen richtigen stahlblauen Himmel konnte man nicht
    beobachten. Eher wurde die Sicht in den meisten Gebieten durch Dunst
    getrübt. Doch was ist eigentlich Dunst und wie entsteht er?

    Dunst ist eine Trübung der Atmosphäre durch Wassertröpfchen oder
    durch in der Luft schwebende Partikel (Aerosole). Diese
    Aerosolpartikel gelangen zu einem Großteil durch natürliche Prozesse
    in die Atmosphäre (z.B. durch Stoffwechselprodukte von Pflanzen,
    Mineralstaub, Pollen usw.), ein oft nicht unerheblicher Teil wird
    aber auch vom Menschen in die Atmosphäre gebracht, wie zum Beispiel
    durch Industrie- und Autoabgase. An diesen Aerosolen und vor allem an
    den Wassertröpfchen wird das Sonnenlicht gestreut, wodurch eine
    Trübung entsteht. Von Dunst spricht man, wenn die Sichtweite unter 8
    km gefallen ist. Er unterscheidet sich dabei vom Nebel, bei dem die
    Sichtweite auf unter 1 km sinkt.

    Liegt die Luftfeuchtigkeit über 80 %, kondensiert Wasser an den
    sogenannten hygroskopischen (Wasser anziehenden) Aerosolpartikeln,
    was zur Bildung von kleinen Wassertröpfchen führt, die dann für die
    Sichteintrübung sorgen. Man spricht in diesem Fall von feuchtem
    Dunst. Er entsteht meist bei austauscharmen und windschwachen
    Wetterlagen, wo feuchte Luftmassen in bodennahen Luftschichten über
    mehrere Tage fast stationär liegen bleiben. Diese Wetterlagen sind
    typisch für den Herbst. Oft reicht die Sonnenstrahlung tagsüber nicht
    mehr aus um die Luft entsprechenden zu erwärmen, um Nebel- und
    Dunstfelder aufzulösen. Bei Fortschreiten der Jahreszeit bilden sich
    bei entsprechender Wetterlage dann auch zunehmend Nebel- und
    Hochnebelfelder.

    Allerdings kann es auch Dunst bei einer Luftfeuchtigkeit von deutlich
    unter 80 % geben. Dann spricht man von trockenem Dunst. Dieser bildet
    sich zumeist im Winter. Ursache dafür ist eine über mehrere Tage
    anhaltende, windschwache Hochdrucklage, bei der sich schwerere kalte
    Luft in bodennahen Luftschichten ansammelt. Da sich in höheren
    Schichten oft leichtere, wärmere Luft befindet
    (Inversionswetterlage), wird der vertikale Luftaustausch unterbunden,
    wobei sich in der bodennahen Kaltluftschicht Aerosole über mehrere
    Tage ansammeln können. Sammeln sich dabei Luftschadstoffe in höherer
    Konzentration an, spricht man auch von Smog.

    Dipl.-Met. Christian Herold
    Deutscher Wetterdienst
    Vorhersage- und Beratungszentrale
    Offenbach, den 07.09.2014

    Copyright (c) Deutscher Wetterdienst